Ausbildung und Unterhalt (Nachricht F 2017/071)

Eltern haben ihren Kindern eine angemessene Ausbildung zu finanzieren (§§ 1601 ff. BGB). Solange die Kinder hierbei zielstrebig das Erreichen des Ausbildungsziels verfolgen, ist diese Pflicht der Eltern rechtlich unstrittig und für die meisten Eltern auch nachvollziehbar.

Was aber, wenn das Kind mit 26 Jahren immer noch keine Ausbildung abgeschlossen hat und sich auch um keine bemüht?

In solchen Fällen müssen sich die Kinder grundsätzlich so behandeln lassen, als wenn sie eine angemessene Berufsausbildung abgeschlossen hätten. Kinder können im Einzelfall bei einer solchen Konstellation ihren Anspruch auf Unterhalt verlieren (AG Büdingen, Beschluss vom 21.11.2016, 51 F 782/17).

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